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25.10.2019 19:30 Alter: -4 days

Einheit der Kirche

Zusammenhalten trotz unterschiedlicher Ansichten zu Homosexualität in der Kirche


Evangelisch-methodistische Kirche

Runder Tisch der EmK bittet um Rückmeldungen aus den Regionen

Im Februar dieses Jahres hatte die Generalkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) die traditionelle Sichtweise in Fragen von Eheschließung und Ordination Homosexueller bestätigt und weitergehende Disziplinarmaßnahmen bei Zuwiderhandlung beschlossen.

Daraufhin hatte der Kirchenvorstand der EmK in Deutschland erklärt, „dass wir in der Bewertung von Homosexualität weder im Kirchenvorstand noch in der Gesamtkirche einig sind“. Es gebe große Gruppen in der EmK, die entgegengesetzter Meinung in dieser Frage seien. Es sei zu befürchten, dass das auch auf absehbare Zeit so bleiben
wird.

Erklärtes Ziel des Kirchenvorstands ist, „als Kirche zusammenbleiben, in der Menschen unterschiedlicher Auffassungen miteinander leben können“.

Dazu wurde ein „Runder Tisch“ ins Leben gerufen. Die Mitglieder des Runden Tisches haben Vorschläge erarbeitet und bitten um Rückmeldungen aus den Regionen.

Fragen, die die Mitglieder des Runden Tisches bewegen sind:

  • Welche Gefäße oder Räume benötigen wir in unserer Kirche, um mutig gemeinsame Schritte zu wagen und unseren kirchlichen Auftrag, Menschen zu Jüngerinnen und Jüngern zu machen, neu ins Zentrum zu rücken?
  • Ist angesichts der weiterhin stark auseinandergehenden Grundüberzeugungen zu den Fragen rund um Homosexualität und zum Schriftverständnis ein gemeinsamer Weg überhaupt möglich, ohne dass dieser bei allen Beteiligten lediglich wie ein schlechter Kompromiss wirkt?
  • Kann trotz Dissens in bestimmten Fragen der Lehre Einheit bewahrt werden? Ist die Unterschiedlichkeit und somit auch der Dissens möglicherweise sogar wesentlich für die in Christus geschenkte Einheit und die in ihm gründende Verkündigung und Mission?
  • Wäre es denkbar, unterschiedliche Sichtweisen in unserer Verfassung, Lehre und Ordnung nebeneinander aufzuführen?

Die Rückmeldungen zu den ausgearbeiteten Modellen der Arbeitsgruppen liegen als Gesprächsimpulse vor.

Gemeinden, Werke, Regionalgruppen und auch Einzelpersonen sind eingeladen, die verschiedenen Vorschläge zu diskutieren und bis Ende November 2019 Rückmeldungen und Einschätzungen an den „Runden Tisch“ zu senden.

Bei einem dritten Treffen des „Runden Tischs“ Anfang Dezember sollen die eingetroffenen Reaktionen gesichtet und diskutiert werden.
Ziel ist es schließlich, den Jährlichen Konferenzen und der Zentralkonferenz 2020 ein Modell für den weiteren Weg der Kirche zur Entscheidung zu empfehlen, welches eine breite Unterstützung in den Gemeinden findet.

Wir laden am

Freitag, 25 Oktober 2019, um 19:30 Uhr

zu einem Gesprächs- und Diskussionsabend nach Frankenbach ein, um nach Möglichkeit Rückmeldungen an den Runden Tisch zu geben. Das Material des Runden Tisches kann unten heruntergeladen werden, einzelne Exemplare liegen in den Gemeinden aus.

Unterlagen: